Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Unternehmensprofil:
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 15 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 142 verbundenen Unternehmen in 50 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt mehr als 41.500 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für Humanmedizin sowie Tiergesundheit.
Im Jahr 2009 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von 12,7 Mrd. Euro. 21 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.
Produkte & Services
Boehringer Ingelheim ist eines der führenden Unternehmen in der Auftragsentwicklung und -herstellung von Biopharmazeutika und bietet an seinen Standorten in Biberach/Riss (Deutschland) und Wien (Österreich) die gesamte Prozesskette als so genannten "One-Stop Shop" an – von der Entwicklung der Produktionszelle über die Prozessentwicklung bis zur Herstellung des Marktproduktes.
Die Multiprodukt-Anlagen an unseren Standorten sind von der „European Medicines Evaluation Agency“ (EMEA), der „Food and Drug Administration“ (FDA) von der „Health Canada“, der MHLW (Japan) und anderen Behörden inspiziert und zugelassen.
Forschung & Entwicklung
Ein bedeutendes Element in unserer Strategie stellt die Erforschung und Entwicklung neuer biologischer Wirkstoffe (New Biological Entities, NBEs) sowohl durch interne Forschung als auch durch Einlizenzierungen dar. Für die Identifikation von hochaffinen humanen mAbs wenden wir mehrere Verfahren parallel an, unter anderem Phagen-Display von Antikörpern. Darüber hinaus besteht über Forschungskooperationen auch Zugang zu „Nanobodies“, den kleinsten in der Natur vorkommenden antikörperähnlichen Proteindomänen.
Die biopharmazeutische Prozessentwicklung von Boehringer Ingelheim initiiert auch die Herstellung von Produktionszelllinien und etabliert Fermentations- und Aufreinigungsprozesse. Sobald ein Projekt die Stufe der präklinischen Entwicklung erreicht hat, erfolgt ein Scale-up der biopharmazeutischen Produktion und eine Optimierung des Herstellungsprozesses, um einen nahtlosen Übergang zu den klinischen Tests und zur Marktversorgung zu gewährleisten.
Kooperationen:
Boehringer Ingelheim pflegt vielseitige Kooperationen im Bereich Biopharmaceuticals. Zwei Beispiele hierfür sind:
ACIB: Zusammen mit namhaften Industriepartnern und Forschungsgruppen ist Boehringer Ingelheim Mitglied im ACIB (Austrian Center of Industrial Biotechnology), einem Forschungszentrum für industrielle Biotechnologie. ACIB forciert die Entwicklung und Etablierung innovativer, zukunftsorientierter, auf biologischen Grundlagen basierender Technologien.
PAN Biologics™: Mit dem Production Alliance Network hat Boehringer Ingelheim ein innovatives Netzwerk ins Leben gerufen. Ausgewählte Firmen aus weltweiten Biotech Clustern sind Partner in diesem Netzwerk. Sie befinden sich in lokaler Nähe zum Kunden und nutzen die Hochexpressions- und Produktionstechnologien von Boehringer Ingelheim für die Frühphasen Entwicklung und Klinikmusterherstellung von Biopharmazeutika. Die kompatiblen Prozesstechnologien können so später eine einfachere Überführung der biopharmazeutischen Produktion in den Industriemaßstab bei Boehringer Ingelheim ermöglichen
Kerntechnologien bzw. Kernkompetenzen:
Das Expressionssystem „BI-HEX®“ für die Produktion von glykosilierten Proteinen und monoklonalen Antikörpern und hiermit verbunden conCERT®, ein spezifisches Verfahren zur Steigerung der Sekretionsaktivität.
RAPPTor® (Rapid Automated Protein Purification Technology)
Hier handelt es sich um eine Technologie-Plattform, die die gleichzeitige Entwicklung von Screeningmethoden für unterschiedliche Aufreinigungs-Prozessschritte und automatisierten Analytikmethoden ermöglicht.
Plattformtechnologie für die Herstellung von hochwertiger Plasmid-DNA (pDNA)
Matrixgestützte Rückfaltungs- und Aufreinigungstechnologien wie Kristallisaton, Chromatographie, Ultra-/Diafiltration und großtechnische Hochleistungsverfahren im Bereich Kristallisationsprozesse aus Zell-Lysaten, Zwischenprodukten und aufgereinigten Bulks.




